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„Immer wieder Durchfall beim Hund? Das sind die schockierenden Gründe! Aber was hilft wirklich?“

Dein Hund hat immer wieder Durchfall? Du bist nicht allein!

Viele Hunde leiden unter chronischem oder wiederkehrendem Durchfall, ohne dass die Gründe sofort klar sind. Von Stress über Parasiten bis hin zu Futtermittelunverträglichkeiten – wir erklären, warum der Durchfall nicht verschwindet.



In der heutigen Zeit zeigt sich immer mehr das auch unsere Hunde unter den Einflüssen vieler Außenfaktoren leiden. Denn jeder 3. Hund hat bereits Probleme mit immer wiederkehrendem Durchfall und sogar der IBD (chronischer Darmentzündung)


Aber woher kommen diese erschreckenden Zahlen? Warum haben so viele Hund Durchfall, was ist der Auslöser, warum kommt der Durchfall beim Hund immer wieder?

Warum greifen Standard Therapien hier nicht mehr und was hilft wirklich gegen Durchfall beim Hund - was aber erst recht nicht?


Das schauen wir uns nun zusammen in diesem wichtigen Beitrag zum Thema an.

Wir starten mit einer kleinen Geschichte aus meinem Alltag mit meinem IBD Hund Dave und reisen in die Vergangenheit. 5 Jahre zurück ...


Es ist Mittagszeit, ich komme gerade von einem sehr intensiven und stressigen Spaziergang in der Nachbarschaft mit Dave zurück. Mein Dave ist ein schwarzer Labbi und wird daher immer als "der Familienhund" angesehen, der ja von allen ungefragt angefasst werden darf. HALT STOP! Nein, er möchte das nicht denn er hat Angst vor Fremden - durch Erfahrungen die er in seiner Sozialisierungsphase nie sammeln konnte.

Dave ist also vom Spaziergang total Reizüberflutet. Es ist Frühling und die ersten Pflanzen blühen ein wundervoller Duft liegt in der Luft.

Der Spaziergang war so anstrengend das ich Dave zum abreagieren erstmal eine rohe Beinscheibe vom Rind zum kauen gebe, denn ich weiß Hunde bauen durch kauen Stress ab, das hab ich mal gehört ;-).


Der Tag verläuft weiterhin erstmal normal. Nachts höre ich das Dave aufsteht und erbricht, er steht vor der Haustür und möchte ganz dringend raus, das quieken zeigt schon das es dringend ist. Mein Gedanke "Nicht schon wieder! Das kann doch nicht wahr sein!" Denn Dave hat diese Probleme seit über einem Jahr immer wieder. Wir waren schon mehrfach beim Tierarzt - doch nichts hat wirklich effektiv geholfen.


Ich lasse ihn also raus, er rennt wie wild um die Hausecke und ich laufe mit der Taschenlampe im Halbschlaf hinter her. Es kommt wie Wasser hinten raus, er versucht mehrfach abzusetzen, das was raus kommt ist blutig, schleimig und ich sehe er hat Schmerzen. Das machen wir dann in der gleichen Nacht noch 2-3 x mal so.

Heißt... morgen früh erstmal wieder zum Tierarzt.

Denn Dave hat wieder einen Durchfall-Schub.


Dieses Szenario ist zum Glück über 5 Jahre her und bis heute nie wieder vorgekommen.

Da wir das Gesamte Spektrum dieser Erkrankung verstanden haben. Es hat gedauert aber irgendwann hat es dann "KLICK" gemacht.


Schauen wir uns zuerst einmal an warum so viele Hunde immer wieder kehrenden Durchfall erleiden und was hier die häufigsten Auslöser sind.


In den letzten Jahren sind die Zahlen massiv gestiegen. Jeder dritte Hund leidet mind. einmal in seinem Leben an einer chronischen Durchfallphase. Faktoren sind hier laut Studien,


  • die Coronazeit (viele Menschen mit wenig Hundeerfahrung haben sich einen Hund angeschafft)

  • Produktüberfluss der Futtermittelindustrie mit fehlerhafter Darstellung verschiedenster Produkte als "gesund"

  • Gesundheits-Warn auch beim Hund. Viele Hundebesitzer glauben das unsere Hunde auch viele Nahrungsergänzungen bräuchten um gesund zu bleiben.

  • Faktor Stress - Hunde leben längst nicht mehr artgerecht ruhig. Reizüberflutung, Termindruck, ständige Anpassung, fehlende echte Ruhephasen – all das wirkt direkt auf den Darm. Der Darm ist kein isoliertes Organ. Er ist hochsensibel und eng mit dem Nervensystem verbunden.


Sind unsere Hunde sensibler geworden?


Jein, also klar beantworten kann man diese Frage nicht. Oft höre ich in der Praxis vor allem in der Beratung den Satz "Aber früher haben die Hunde auch alles vertragen und zu fressen bekommen!" Die Antwort die ich dann meist darauf gebe ist.

"Ja, aber früher haben sich die Menschen auch nicht so intensiv um die Gesundheit der Hunde gekümmert und oft gar nicht mit bekommen, wenn z.B. der Hofhund Durchfall hatte oder erbrochen hat. "


Unser heutiges Gespür für die Gesundheit, auch unserer Hunde, ist zum Glück intensiver und besser geworden. Wir möchten das es unseren Hunden gut geht.


Heutzutage sind viele Hunde deutlich darmsensibler als früher, weil sich ihre Lebensbedingungen grundlegend verändert haben. Hunde leben in einer reizintensiven, schnellen Welt, die wenig Raum für echte Ruhe, Regeneration und Stabilität lässt. Dauerstress durch Umweltreize, wechselnde Tagesabläufe und die emotionale Anspannung ihrer Menschen wirkt direkt auf die Darm-Hirn-Achse und bringt das empfindliche Gleichgewicht im Verdauungssystem aus dem Takt. Hinzu kommt eine Fütterung, die oft zu komplex, zu abwechslungsreich und schwer verdaulich ist, sodass der Darm kaum Zeit hat, sich anzupassen oder zu heilen.


Medikamente wie Antibiotika, Kortison oder prophylaktische Entwurmungen greifen zusätzlich tief in das Mikrobiom und die Darmschleimhaut ein, ohne dass anschließend eine echte Regenerationsphase erfolgt.


Auch Faktoren wie Zucht, frühe Trennung von der Mutter oder fehlende mikrobielle Vielfalt in den ersten Lebenswochen spielen eine zentrale Rolle. Darmsensibilität ist daher kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Warnsignal: Der Darm zeigt frühzeitig, dass das System Hund unter den modernen Einflüssen an seine Grenzen kommt.


Wahre Auslöser im täglichen Alltag die bei unseren Hunden zu chronischem Durchfall führen können, oder eine IBD begünstigen.


Wir Menschen sind leider - und ja das ist so der größte Faktor der dazu führt das unsere Hunde dieses Erkrankungsbild entwickeln, und das musste ich für mich auch erst mal so annehmen. Aber ohne diese Erkenntnis wäre mein Hund Dave jetzt nicht 5 Jahre Schubfrei und gut eingestellt. Denn eine IBD ist nicht heilbar, das muss man als allererstes als Hundebesitzer grundlegend verstehen.


Die Diagnose bedeutet für den Hundebesitzer ein lebenslanges Management rund um die Themen Ernährung, Stress und Umweltreize. Aber wenn wir das verstanden haben und es wirklich in der Umsetzung bei uns angekommen ist, dann kann auch dein Hund Schub frei werden.


Denn die Auslöser im täglichen Umgang mit unseren Hunden entstehen häufig durch "gefährliches Halbwissen" rund um Hundegesundheit und vor allem der Ernährung.


Man muss sich grundlegend erstmal vor Augen halten, das es bei unseren Hunden genau wie bei uns Menschen, viele Faktoren gibt die dazu führen können das der eine Hund sensibler ist als der andere. Sätze wie "Das ist ja ein Labrador, der verträgt doch eigentlich alles!" Sind hier völlig überflüssig und unpassend. Denn jeder Hund ist individuell auch was die Gesundheit angeht. Durch Genetik, Erfahrungen, Welpenalter und Wachstum so wie Sozialisierung. All das wirkt sich auf die Gesundheit im Laufe des Lebens deines Hundes aus.


Grundlegende Fehler die bei "Magen-Darm sensiblen Hunden" zu chronischem Durchfall führen können:


  • Fehlerhafte Fütterung: zu viele verschiedene Reize in der Fütterung, viele verschiedene Kauartikel, Leckerchen, Snacks, Tischreste, Lebensmittel, schwer verdauliche Fütterung, hygienisch belastetes Futter, viele verschiedene Proteine, schlechte Fütterungsbestandteile, über Bedarf füttern (jeder 2. Hund wird heut zu Tage über dem Grund NRC gefüttert)


  • Den Hund nicht lesen können! Bedeutet dein Hund zeigt deutlich über Körpersprache und Vermeidungsverhalten das er gestresst ist, Angst hat oder lieber Ruhe möchte. Aber du siehst es einfach nicht und setzt ihm immer wieder Situationen aus (ohne jegliches Training) in denen er extrem gestresst ist.


  • Im Alltag zu wenig Ruhe - wenn ein Hund z.B. alleine bleiben muss und ständig bellt, ist das durchgehend für ihn mit Stress verbunden. Bellen ist immer eine Äußerung von Reaktion auf Reize / Stress.


  • Selbst rum doktern mit Kräuterpulvern, Nahrungsergänzungen, Heilmitteln die man gegoogelt hat, die gegen Durchfall helfen sollen. Wir Menschen neigen dazu wenn wir selbst krank sind, erstmal zur Apotheke zu gehen und uns dort ein Mittel XYZ gegen z.B. Husten oder Bauchschmerzen zu besorgen. Weil wir gelernt haben, das kann uns helfen gesund zu werden. Und das ist ja auch gut so. Aber bei einem Hund mit IBD, chronisch entzündlichem Darm / Magen, kann gerade DAS eher Kontraprodukiv sein und Entzündungsherde sogar befeuern.



Warum die meisten Therapieansätze keinen

langfristigen Erfolg bringen

Ich weiß noch wie hilflos ich mich gefühlt habe, trotz meiner Tierheilpraktiker Ausbildung, und teilweise gerade deswegen habe ich mir bei der Therapieumsetzung für Dave selbst im Weg gestanden. Ich war der Meinung mein Hund müsse ja so Natur nah wie möglich gefüttert werden. Habe jedes neuste Heilmittelchen ausprobiert das helfen sollte laut Google. Ich war so "Gehirn gewaschen" und eingefahren in diesem "schwarz-weiss" Denken rund um Hundegesundheit und Ernährung, das ich gar nicht begriffen habe das ich es alles nur noch schlimmer mache.


Natürlich bin ich auch bei starkem Schüben mit blutigem Durchfall und starken Schmerzen zum Tierarzt gegangen. Was auch absolut notwendig ist um deinem Hund die Schmerzen zu nehmen und den Schub in den Griff zu bekommen, wenn er dann leider da ist.


Aber warum greifen die meisten Therapien, egal ob Schul- & Komplementärmedizin nicht langfristig bei chronischem Durchfall?

Gerade bei Durchfall ist es oft so das die meisten Hundebesitzer grundlegend zu lange warten bis der Hund dann wirklich beim Tierarzt vorstellig wird.

Oft ist es dann schon eine solche Notfallsituation weil der Hund schlapp und dehydriert ist, das hier dann nur eine Notfallbehandlung durch geführt wird.

Das bedeutet, die Hunde erhalten ein Schmerzmittel, Antibiose, Entzündungshemmer und meistens noch etwas gegen Krämpfe im Darm.


Häufig wird eine genaue Ursachenforschung durch Diagnostik hier nicht durch geführt.

Meistens erst dann wenn der Besitzer speziell darum bittet oder der Hund wirklich häufiger wegen der Symptome in der Praxis landet.


Dann sollten folgende Schritte zuerst umgesetzt werden:


  • Kotuntersuchung auf Parasiten (Würmer, Giardien etc.)

  • Blutuntersuchung mit allen Werten die Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen

  • Kotscreening auf alle relevanten Darmparameter für Entzündungen, Immunreaktion, Aufbau Schleimhaut, Durchlässigkeit des Darms.

  • Bildgebende Verfahren die eine chronische Darmentzündung bestätigen oder ausschließen


Aus Praxiserfahrungen heraus weiss ich das viele Hundebesitzer, nach dem sie fest gestellt haben, das die Schulmedizin irgend wie nicht hilft und man hier nicht weiter kommt, den Weg zum Therapeuten suchen. Meiner Meinung nach auch ein guter Schritt, wenn man hier an einen Kollegen oder eine Kollegin gerät die sich wirklich sehr gut mit der Erkrankung IBD chronische Darmentzündung auskennen.



Leider ist das nur sehr selten der Fall und auch ich kann mich nicht davon frei sprechen, das ich zu Beginn auch komplett anders gearbeitet habe wie heute.

In der therapeutischen Ausbildung ist die Herangehensweise bei Durchfall leider immer noch die veraltete Methode der Entgiftung, Darmsanierung und Darmaufbau Kombination bekannt und wird auch immer noch so gelehrt.

Das führt häufig dazu das es eine kurze Verbesserung gibt aber in den meisten Fällen werden die Symptome durch diese Therapiewege oft auch schlimmer. Da der bereits weit überreizte Organismus des Hundes mit weiteren externen Stoffen konfrontiert wird. Mit denen der Darm in Kontakt kommt und hier die Entzündungsherde eher weiter ausbrechen.


Gerade im naturheilkundlichem Bereich herrscht auch immer noch ein starkes

"Schwarz-Weiss-Denken" was die Hundeernährung angeht und so mit werden hier auch oft Fütterungsformen gewählt die für Hunde mit einem akuten Krankheitsbild absolut Kontraproduktiv sind. Auch die schulmedizinische häufige Wahl die ich oft mit bekomme, bei denen die Tierärzte einfach ein anderes Futter empfehlen ist oft nur kurzzeitig eine Lösung. Da diese Futtersorten oft viel zu viele Bestandteile haben und hier auch nicht auf die Elimination von Allergenen geachtet wird.


Hausmittel, Nahrungsergänzungen und teure funktionale Snacks mit Heilversprechen - absolute No Go's bei Durchfallschüben erkennen


Im Netz findet man natürlich viele verschiedene Hausmittel und andere Produkte die angepriesen werden um den Hund von Durchfall zu befreien. Jeder hat schon mal Google oder eine Ki befragt um Hilfe zu bekommen wenn es dem eigenen Hund nicht gut geht. Ja, auch ich. Aber hier muss man wirklich sehr vorsichtig sein.

Denn im Internet, dubiosen Foren und Gruppen gibt es leider sehr viel gefährliches Halbwissen, hier wird der Zusammenhang zwischen chronischem Durchfall und einer Darmentzündung völlig außen vor gelassen.


Die wenigsten Leihen wissen welche Faktoren es zu beachten gibt wenn der Hund unter diesen Durchfallerkrankungen leidet. Häufige Hausmittel die man Online gegen Durchfall findet, aber bei einem akuten Schub (IBD) absolutes No Go sind


  • Morosche Suppe

  • Schonkost mit Huhn & Reis kochen

  • Darmpulver oder Probiotika

  • funktionale Snacks die gegen Durchfall helfen sollen


Warum diese Mittel nicht helfen und es sogar verschlimmern können?

Bei der Moroschen Suppe geht es um die aufgespalteten Zuckermoleküle aus den Möhren. Wenn Karotten mindestens 60–90 Minuten gekocht werden, entstehen sogenannte Oligogalakturonsäuren. Diese besonderen Zuckermoleküle können sich im Darm an krankmachende Bakterien (z. B. E. coli) anheften.

Gerade bei chronischen Entzündungen im Darm kann das problematisch sein, da die Herde durch die Zuckermoleküle angefeuert werden können.


Schonkost mit Reis & Huhn wird immer noch gerne von Tierärzten empfohlen wenn der Hund Magen-Darm-Probleme hat. Aber auch diese plötzliche Ernährungsveränderung kann hier eher zu weiteren Durchfallsymptomen führen. Denn gerade Hühnerfleisch ist neben Rindfleisch das Protein das in unseren Breitengraden am häufigsten für Allergiereaktionen verantwortlich ist. Der Reis enthält viel Stärke die von einem bereits überlastetem Gastrointestinal-Trakt meist nicht gut aufgespaltet werden kann und so mit auch wieder zu Durchfällen führen kann.

Die Bauchspeicheldrüse braucht Zeit um sich an die neuen Bestandteile zu gewöhnen und die passenden Enzyme für eine Aufspaltung zu bilden.


Nahrungsergänzungen wie Darmpulver aus Kräutern, Naturheilmitteln, Heilpilzen oder sogar Probiotika sollen deinem Hund eigentlich bei Durchfallerkrankungen helfen.

Denn sie sollen das Mikrobiom wieder aufbauen und die Darmschleimhaut somit wieder reaktivieren. Nur leider sind auch diese Reize vor allem Heilpilze mit ihren Polysaccariden, Enzymen und Wirkstoffen sehr intensiv.


Auch Probiotika (sind lebende, nützliche Mikroorganismen) sollen helfen. Im dem sie normalerweise unterstützen das Gleichgewicht des Mikrobioms, stärken die Darmschleimhaut und können das Immunsystem stabilisieren.

Nur leider ist das bei einem akuten Entzündungsschub ähnlich als wenn man noch mal Öl ins Feuer gießt. Eine Pro- & Präbiotika Kombi kann man gut nutzen wenn der Hund sich in der Abheilungsphase befindet. Aber auch hier sollte man unbedingt die richtige Wahl treffen. Gebe ich meinem Hund während eines akuten Druchfallschubes Probiotika, ist das verschwendetes Geld, denn die Bakterien können sich garnicht in einem hoch entzündlichen Darm ansiedeln und vermehren.


Für mich der größte "Quatsch" der letzten Jahre, und durch soziale Medien leider sehr präsent sind "funktionale Snacks" für Hundegesundheit.


Bei IBD und chronischem Durchfall ist die Darmschleimhaut entzündet, durchlässig und immunologisch überaktiv. Das System reagiert nicht normal – es reagiert über. Genau hier liegt das Problem mit funktionalen Snacks.


Ein entzündeter, immunologisch überaktiver Darm braucht vor allem Ruhe, Reduktion und klare Strukturen. Stattdessen enthalten funktionale Snacks meist eine Vielzahl an Proteinquellen, Kräutern, Prä- und Probiotika sowie immunstimulierenden Zusätzen, die ein ohnehin fehlreguliertes System weiter reizen können. Bei IBD ist das Immunsystem nicht zu schwach, sondern überaktiv – zusätzliche „Push“-Reize können Entzündungsschübe begünstigen, anstatt sie zu verhindern. Zudem unterbrechen häufige Snacks die notwendige Fütterungsruhe, die für die Stabilisierung der Darmschleimhaut essenziell ist. Ein geschädigter Darm regeneriert nicht durch trendige Zusatzprodukte, sondern durch ein individuell abgestimmtes, reduziertes und therapeutisch durchdachtes Gesamtkonzept.


Und hinzu kommt ein weiterer, oft übersehener Punkt: Die sogenannten „Wirkstoffe“, mit denen diese Snacks beworben werden, sind meist in so geringer Menge enthalten, dass sie physiologisch kaum eine relevante Wirkung entfalten können. Ein Hauch Mariendistel, etwas Kurkuma, ein paar Milligramm Probiotika oder Kräuterpulver klingen auf der Verpackung beeindruckend, erreichen aber weder eine therapeutisch sinnvolle Dosierung noch die notwendige Qualität, um bei einem entzündeten Darm tatsächlich etwas zu bewirken.



Aber was hilft deinem Hund denn nun wirklich um wieder langfristig Schub frei zu werden und den chronischen Durchfall in den Griff zu bekommen?

Dein Hund hat Durchfall was hilft...


Jetzt hast du schon viel davon gehört, was nicht hilft und vor allem auch was die Auslöser sein können, wenn der Durchfall bei deinem Hund immer wieder zurück kommt. Schauen wir uns nun die Punkte an die deinem Hund wirklich helfen um gesund zu werden und auch Schub frei zu bleiben.


  • "Weniger ist mehr" die LIM-Methode entwickelt von Krautdogs.de

  • Alltagsroutinen und Stressabbau (erkenne was deinen Hund stresst)

  • Bedarfsdeckende reizarme hochverdauliche Ernährung mit nur einem Protein

  • Lebens- & Fütterungsmanagement

  • Mindset-Change und Annahme des Besitzers

  • Verständnis für die Erkrankung und den Umgang damit

  • Unterstützen mit der Krankheit entsprechend angepassten Möglichkeiten


Was ist die LIM-Methode in der Kursfassung?

Die LIM-Methode® von Krautdogs ist ein strukturierter, ganzheitlicher Therapieansatz für Hunde mit IBD und chronischen Darmproblemen. In der Kurzfassung steht LIM für ein klar reduziertes, entzündungsarmes und individuell abgestimmtes Vorgehen, bei dem der Darm nicht stimuliert, sondern gezielt stabilisiert und regeneriert wird.

Im Mittelpunkt stehen Reduktion statt Reizüberflutung, der Aufbau der Darmschleimhaut, die Regulation des fehlgesteuerten Immunsystems sowie die Berücksichtigung von Stress, Nervensystem und Gesamtstoffwechsel.

Ziel ist nicht die kurzfristige Symptomunterdrückung, sondern eine nachhaltige Stabilisierung des gesamten Systems Hund.


Bei Hunden mit IBD oder chronischem Durchfall ist die Ernährung das zentrale Fundament jeder erfolgreichen Therapie. Eine bedarfsdeckende, reizarme und hochverdauliche Kost, die idealerweise nur ein Protein enthält, entlastet den Darm und reduziert entzündliche Reize. So kann die geschädigte Darmschleimhaut langsam regenerieren, während gleichzeitig die Nährstoffversorgung gesichert bleibt.

Komplexe Mischungen oder häufig wechselnde Futterbestandteile überfordern den empfindlichen Verdauungstrakt und können erneute Schübe auslösen.


Neben der Ernährung spielt das Lebens- und Fütterungsmanagement eine entscheidende Rolle. Regelmäßige Fütterungszeiten, passende Portionen und die Vermeidung unnötiger Snacks helfen dem Darm, stabile Verdauungsprozesse aufzubauen. Auch Stressreduktion, Ruhephasen und angepasste Bewegung sind essenziell, da das Nervensystem stark mit dem Darm verbunden ist und Überreizung direkt zu Entzündungsschüben führen kann.


Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt ist der Mindset-Change und die Akzeptanz des Besitzers. Chronische Darmerkrankungen erfordern Geduld, Konsequenz und ein realistisches Erwartungsmanagement. Nur wer die Erkrankung versteht und sich auf langfristige Maßnahmen einlässt, kann dem Hund nachhaltig helfen. Dazu gehört auch ein tiefes Verständnis für die Erkrankung und den Umgang damit, um Symptome frühzeitig zu erkennen, Überlastungen zu vermeiden und therapeutische Maßnahmen richtig einzusetzen.


Schließlich geht es darum, den Hund entsprechend seiner Erkrankung zu unterstützen – und zwar mit individuell angepassten Möglichkeiten, die sowohl Ernährung, Bewegung als auch mentale Entlastung berücksichtigen. Dies kann den Einsatz von schonenden Darmaufbaupräparaten, strukturierte Therapiekonzepte wie die LIM-Methode® oder gezielte Stressreduktion umfassen. Durch dieses ganzheitliche Vorgehen können Hunde mit IBD oder chronischem Durchfall ein deutlich stabileres und lebensfroheres Leben führen, ohne dass Symptome permanent eskalieren.


Vielen Dank, dass du den Artikel bis zum Ende gelesen hast!

🙏 Es zeigt, wie sehr dir das Wohl deines Hundes am Herzen liegt.


Wenn du merkst, dass dein Hund unter chronischem Durchfall oder IBD leidet, bist du bei uns genau richtig: Wir bieten individuelle Beratung, bei der wir gemeinsam auf die Bedürfnisse deines Hundes eingehen und konkrete Lösungen erarbeiten. ⤵️


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So kannst du sicherstellen, dass dein Hund ein stabileres, gesünderes und glücklicheres Leben führt. 🌿🐾


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