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❄️ Rissige Pfoten im Winter – Warum es gerade ältere Hunde stärker trifft und wie du richtig hilfst

Ein Erfahrungsbericht mit Dave und ein Leitfaden für gesunde Hundepfoten



Der Winter ist eine wunderschöne Zeit – aber für viele Hunde eine echte Herausforderung. Kälte, Nässe, und gefrorene Wege machen den Pfoten zu schaffen.


Ich kenne das nur zu gut, denn Dave hatte jetzt bereits zweimal im Winter so stark rissige Pfoten, dass er nicht mehr auftreten wollte.


Beim zweiten Mal war es besonders schlimm: Er humpelte plötzlich, verweigerte aufzutreten man sieht sofort, wie belastend das für den Hund ist. Diese Form von Schmerz geht durch Mark und Bein – das kann man nicht gut haben.


Genau deshalb wollte ich dieses Thema ausführlich aufgreifen:

✔️ Warum passiert das gerade im Winter?

✔️ Warum ältere Hunde stärker betroffen sind?

✔️ Und wie kannst du es sicher verhindern oder richtig behandeln,

wenn es schon passiert ist?


Hier bekommst du alles, was du wissen musst – verständlich, natürlich und praxistauglich.


🐾 Warum bekommen Hunde im Winter rissige Pfoten?


Rissige oder aufgesprungene Ballen sind nicht einfach nur „trocken“. Meist wirken im Winter gleich mehrere Faktoren zusammen.


1. Kälte + trockene Heizungsluft

Draußen die eisige Kälte, drinnen trockene Luft – ein perfekter Mix dafür, dass die Haut Feuchtigkeit verliert. Die Ballenhaut wird spröde, weniger elastisch und reißt schneller ein.


2. Streusalz & Splitt

Streusalz ist extrem aggressiv. Es löst die natürliche Fettschicht der Ballen auf, brennt in kleinste Risse und führt zu Entzündungen.


3. Mikroverletzungen durch harte Winterböden

Gefrorener Boden, Schnee, Eiskrümel oder Splitt sorgen für kleine Risse, die sich rasch vertiefen können. So war es auch bei Dave, die Kombi: trockene Ballen, und spitzer Splitt auf. bestimmten Waldwegen.


4. Verminderte Durchblutung im Winter

Bei Kälte zieht der Körper das Blut in den Kern – die Pfoten werden schlechter versorgt, trocknen aus und heilen langsamer.


🐶 Warum ist das Problem bei älteren Hunden stärker?


Gerade Senioren wie Dave sind deutlich empfindlicher. Das hat biologische Gründe:


1. Die Haut wird dünner und verliert Elastizität

Mit dem Alter sinkt der Kollagen- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut.→ Ballen reißen schneller ein.


2. Weniger Talgproduktion

Der natürliche Schutzfilm, der die Ballen geschmeidig hält, nimmt ab.→ Die Pfoten brauchen mehr externe Pflege.


3. Langsamere Regeneration

Wunden heilen schlechter, Entzündungen halten länger an.→ Ein kleiner Riss kann sich zu einer tiefen Fissur entwickeln.


4. Gelenkprobleme verändern die Belastung

Viele ältere Hunde haben Arthrose oder eine leichte Schonhaltung.→ Einzelne Ballen werden stärker belastet und reißen leichter.


5. Schwächere Hautbarriere & Immunsystem

Ältere Hunde sind anfälliger für Entzündungen und Infektionen.


💥 Warum ist es manchmal so schlimm, dass der Hund humpelt?


Wenn ein Hund plötzlich nach einem Spaziergang humpelt und seine Pfote nicht mehr belastet, kann das folgende Ursachen haben:


✔️ Tief eingerissener Ballen

Ein tiefer Riss kann beim Auftreten stechende Schmerzen verursachen – wie ein tiefer Fersenriss beim Menschen.


✔️ Entzündung oder Infektion

Salz, Keime oder Bakterien können die Haut reizen oder infizieren → Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerz.


✔️ Druckschmerz durch Fehlbelastung

Bei älteren Hunden häufig: Ein einzelner Ballen wird stärker überlastet und reißt tiefer ein.


✔️ Vorschädigung + Salz als „Brandbeschleuniger“

Bereits trockene Pfoten + einmal Salz = tiefe Fissur.


🌿 Die beste Vorbeugung: Pfotenbalsam VOR dem Spaziergang


Viele Menschen tragen Pfotenbalsam erst nach dem Spaziergang auf – und das ist ein häufiger Fehler. Vor allem weil unsere Hunde das zuhause relativ schnell ablecken.

Wenn wir es vor dem Spaziergang auftragen schützt es direkt.


👉 Vor dem Spaziergang schützt der Balsam wie ein natürlicher Film.


Er verhindert:

  • dass Salz die Haut austrocknet

  • dass Schnee an den Pfoten klebt

  • dass Mikroverletzungen entstehen

  • dass Ballen splittern oder reißen

  • dass Feuchtigkeit entzieht wird


Warum nicht danach?

Danach leckt der Hund es oft direkt ab – gerade wenn es gut riecht.Vor dem Spaziergang ist der Hund abgelenkt und läuft los → wenig Risiko fürs Ablecken.


Ein guter Balsam sollte enthalten:

  • Bienenwachs

  • Calendula / Ringelblume

  • Sheabutter

  • pflanzliche Fette

  • ggf. etwas Propolis (schützend + leicht antibakteriell)


🩹 Wenn es schon zu spät ist:

Was jetzt wirklich hilft


Falls es bereits zu einem Riss gekommen ist – wie bei Dave – bedeutet das:

🔸 1. 5–7 Tage Schonung

Keine langen Runden, kein Ballspiel, keine wilden Sprints. Die Ballenhaut braucht Ruhe, sonst reißt sie direkt wieder auf und kann nicht heilen.


🔸 2. Nicht zu viel „dran rumdoktern“

Hundehaut heilt am besten, wenn sie atmen kann. Zu viele Cremes, zu viel Reinigen, zu viel Manipulieren → stört die Heilung.


🔸 3. Heilungsverlauf täglich anschauen

  • wird es röter?

  • wird es tiefer?

  • wird es weniger?

  • ist Schwellung da?

  • ist die Pfote warm?


Nur beobachten – nicht überpflegen.


🔸 4. Lecken in Maßen zulassen

Hunde haben auf der Zunge hilfreiche Bakterien, die:

✔️ die Wundheilung unterstützen

✔️ die Oberfläche reinigen


ABER:Knabbern, Zerren oder Beißen → unbedingt verhindern!

Sonst vertieft sich der Riss.


🔸 5. Optional: kurzer Schutzverband für 1–2 Tage

Wenn der Hund beim Auftreten sehr viel Schmerz hat, ist ein „leichter Schonverband“ für kurze Zeit sinnvoll – aber nicht dauerhaft.


🐕‍🦺 Wann muss man zum Tierarzt?


  • stark nässende, eitrige Risse

  • Schwellung oder starke Rötung

  • Fieber, Apathie

  • tiefe Fissur, die nicht innerhalb 48 Stunden besser wird


💚 Fazit: Mit der richtigen Pflege kommt dein Hund gut durch den Winter


Dave hat mir wieder gezeigt, wie wichtig eine gute Pfotenpflege im Winter ist – gerade bei älteren Hunden. Seine beiden Winter-Episoden waren schmerzhaft für ihn und belastend für mich, aber gleichzeitig eine klare Erinnerung:


👉 Pfoten brauchen im Winter aktiven Schutz – nicht erst, wenn es weh tut.

Mit einem guten Pfotenbalsam vor dem Spaziergang, regelmäßiger Kontrolle und etwas Schonung, wenn es passiert ist, kannst du deinem Hund viel Schmerz ersparen und den Winter entspannt genießen.


Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine Empfehlung für ein besonders gutes Pfotenbalsam geben – oder ein eigenes Rezept zum Selbermachen.


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